Zitterpappel
Die Zitterpappel fällt sofort auf: Ihre runden Blätter sitzen an langen, abgeflachten Stielen und beginnen schon bei leichtem Wind zu „zittern“. Botanisch gehört sie zu den Pappeln und wächst schnell, oft an lichten Waldrändern. Symbolisch steht sie für Sensibilität und Wandel. Ihre vibrierende Krone macht sie zu einem der lebendigsten Bäume unserer Breiten.

Zitterpappel, Espe (Populus tremula)
| Familie: | Weidengewächse, Salicaceae |
| Verbreitung: | Europa, Sibirien, Kleinasien bis Nordafrika |
| Größe: | 8 – 10 Meter hoch und 7 – 9 Meter breit |
| Lebensdauer: | bis zu 100 Jahre |
| Ansprüche: | sonnig bis absonnig, sehr frosthart |
| Boden: | verträgt Sandböden bis Moorstandorte, sauer bis alkalisch, liebt Standorte mit hohem Grundwasserstand |
| Mehrwerte: | Böschungssicherung durch Wurzelbrut, schnell rottendes bodenverbesserndes Laub, zieht Wasser aus nassen Böden |
Knotenpunkt für die Zukunft der Wasserhaltung
Im mittleren Ruhrgebiet entsteht gerade etwas, das man ohne Übertreibung als unsichtbares Rückgrat der Region bezeichnen kann: eine zentrale Wasserhaltung, von der nach 2030 das gesammelte Grubenwasser aus zig ehemaligen Bergwerken in den Rhein geleitet wird: bis zu 33 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Statt vieler einzelner Anlagen übernimmt künftig nurnoch ein Standort diese Aufgabe: Lohberg/Hünxe. Ein zentraler Knotenpunkt, der das gesamte mittlere Ruhrgebiet effizient, sicher und nachhaltig bedient.
Bis zur Stilllegung des Bergwerks Ende 2005 wurden auf Lohberg rund 2,3 Millionen Kubikmeter Grubenwasser jährlich aus einem Niveau von -819 Metern NHN gehoben. Planmäßig wurde die Wasserhaltung 2006 ausgesetzt. Seitdem steigt das Grubenwasser in der Wasserprovinz kontrolliert an. Sobald es ein Niveau von -630 Metern NHN erreicht, setzt der Pumpenbetrieb wieder ein. Der Grubenwasseranstieg hat zahlreiche Vorteile: Das Wasser legt dann kürzere Wege durch das Gestein zurück, enthält damit weniger Inhaltsstoffe und kann aus geringerer Tiefe gehoben werden – ein klarer Gewinn für Energieeffizienz und CO₂-Bilanz.
Anlass der Pflanzung
Startschuss für die zentrale Wasserhaltung im mittleren Ruhrgebiet: In 2025 begannen die Arbeiten an Schacht Hünxe für dieses ehrgeizige Vorhaben. Unter Tage wurden Bühnen und Leitungen für die spätere Verfüllung errichtet, über Tage entstehen Winden, Infrastruktur und Baustelleneinrichtungen. Schritt für Schritt wird der Schacht für die Brunnenwasserhaltung fit gemacht. Die Zitterpappel ist diesem Meilenstein gewidmet.