Waldkiefer
Die Waldkiefer trotzt selbst kargem Boden – und genau darin liegt ihre Superkraft. Immergrün steht sie für Vitalität und lange Lebensdauer, manche Exemplare werden über 500 Jahre alt. Aufgrund ihrer Fähigkeit, kargen Verhältnissen zu entwachsen, gilt sie als Sinnbild für den erfolgreichen Umgang mit schwierigen Lebenslagen.

Waldkiefer, Föhre (Pinus sylvestris)
| Familie: | Pinaceae, Kieferngewächse |
| Verbreitung: | Europa bis Ostasien, in den Alpen bis 1600 Meter |
| Größe: | 20 – 30 Meter hoch und 7 – 10 Meter breit |
| Lebensdauer: | bis zu 500 Jahre |
| Ansprüche: | Sonnige Standorte, Frost und Hitze vertragend |
| Boden: | optimal: frische tiefgründige Böden, wächst auf armen Sandböden und sauren Hochmooren |
| Mehrwerte: | wichtiger Holzbaum in Forst und Parkanlagen, Baum des Jahres 2007 |
Alles im Fluss
Naturnahe Bäche sind Lebensadern der Landschaft und ein Fest der Artenvielfalt. Sie schützen vor Hochwasser, reinigen Wasser und verbessern die Klimaresilienz. Doch viele Fließgewässer wurden im Zuge der Industrialisierung begradigt oder befestigt – oft zulasten ihrer ökologischen Funktion.
2007, als die Wald-Kiefer zum Baum des Jahres ausgerufen wurde, hatte man im Saarland alle Hände voll zu tun mit der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Hinter dem sperrigen Begriff stehen Dinge wie die Kartierung von Gewässern, ökologische Bewertungen und Maßnahmenprogramme, die alle auf ein Ziel hinauslaufen: die Aufwertung heimischer Wasserläufe. Davon profitierte auch der saarländische Mühlenbach, den die Landschaftsagentur Plus, eine Untergesellschaft der RAG Aktiengesellschaft, in mehreren Bauphasen zu neuem Leben erweckte. Die Landschaftsbauer entfernten Betonverschalungen, um die natürliche Gewässerdynamik wieder herzustellen, schufen typische Lebensräume für Flora und Fauna, verbesserten Landschaftsbild und Lebensqualität und leisteten mit all dem auch noch einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz.
Anlass der Pflanzung
Die Renaturierung des saarländischen Mühlenbachs trägt zur regionalen Kohlenstoffspeicherung, zu Klimaresilienz, Biodiversität, Gesundheit und Erholungsqualität sowie zur Wasserretention bei. Die RAG-Stiftung widmet dem Projektabschluss eine „immergrüne“ Waldkiefer auf Hugo.