Hopfenbuche
Die Hopfenbuche ist ein robuster Baum mit hopfenähnlichen Fruchtständen und hartem, widerstandsfähigem Holz. Sie steht für Standhaftigkeit und Anpassungsfähigkeit. In warmen, trockenen Lebensräumen zeigt sie, wie Pflanzen mit wenig Wasser auskommen – ein echtes Vorbild für klimaresiliente Wälder.

Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia)
| Familie: | Betulaceae, Birkengewächse |
| Verbreitung: | Südeuropa, östl. Mittelmeerraum, Kaukasus |
| Größe: | 10 – 13 Meter hoch und 8 – 10 Meter breit |
| Lebensdauer: | bis zu 100 Jahre |
| Ansprüche: | Sonnige Standorte, Hitze und trockene Luft vertragend |
| Boden: | kalkhaltige Böden, verträgt trockene, arme Böden |
| Mehrwerte: | guter Straßenbaum aufgrund seiner Ansprüche und Eigenschaften |
Hugo – von der Zeche zum Landschaftspark
Mehr als ein Jahrhundert lang prägte das Bergwerk Hugo – später als Teil größerer Verbundbergwerke – die Wirtschaft Gelsenkirchens. Die heimische Steinkohle lieferte Energie für Haushalte, Industrie und den Ausbau moderner Infrastruktur. In Spitzenzeiten arbeiteten hier über 5000 Menschen, jährlich wurden rund 3,2 Millionen Tonnen Kohle gefördert. Am 28. April 2000 lief die letzte Steinkohle von Hugo über die Bänder – ein markantes Kapitel der Industriegeschichte endete.
Nach Stilllegung blieb das Gelände der Öffentlichkeit zunächst verschlossen. Erst nach umfangreicher, mehrjähriger Sanierung öffnete der heutige Landschaftspark Hugo seine Tore. Im Osten entstand ein Umwelt-Info-Pfad mit Gemeinschafgarten und Spielflächen, im Westen entwickeln sich offene Brachflächen und naturnahe Gewässer zu wertvollen Rückzugsräumen für bedrohte Arten. Die Landschaftsagentur Plus wertet diese Bereiche dauerhaft ökologisch auf; wirksame Maßnahmen, die in das „Ökokonto Hugo“ einfließen.
Und die Transformation geht weiter: Auf Initiative der RAG-Stiftung entsteht hier eine Allee aus rund 40 klimaresilienten Bäumen – ein Beitrag zu regionaler Klimaanpassung und zum Wandel des ehemaligen Steinkohlenreviers.
Anlass der Pflanzung
2026 feiert Hugo gleich zwei runde Geburtstage: Vor 145 Jahren, am 31. Mai 1881, nahm die einstige Zeche ihren Betrieb auf. Und vor 10 Jahren, am 25. Juni 2016, wurde erstmals ein Teil des heutigen Standorts der Öffentlichkeit zurückgegeben. Damit war der heutige Landschaftspark Hugo geboren. Zum 145ten und 10ten Geburtstag schenken wir diesem besonderen Ort und unserem Klima-Arboretum etwas Bleibendes: eine Hopfenbuche auf der goldenen Mitte der Allee.