Förderung

Die RAG-Stiftung fördert gemäß Satzung Projekte der Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Bergbauregionen an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren, soweit diese im Zusammenhang mit dem deutschen Steinkohlenbergbau stehen. Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2007 ist das Fördervolumen deutlich gestiegen und lag im Jahr 2017 bei 13,5 Mio. Euro. 2018 wird die Stiftung für die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur insgesamt 16,5 Millionen Euro einsetzen. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung von Bildungsprojekten. 2017 entfielen hierauf rund 9 Mio. Euro. Auch perspektivisch wird der Bereich Bildung den größten Raum in der Förderung der RAG-Stiftung einnehmen und weiter wachsen – und das aus guter Bergbautradition heraus. Seit 2015 stell die RAG-Stiftung außerdem ein Sonderbudget für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung.

Die RAG-Stiftung setzt sich für Pflege und Erhalt bergbaulicher Traditionen ein und leistet gleichzeitig einen Beitrag dazu, die ehemaligen Bergbaureviere durch Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur zu lebenswerten Regionen weiterzuentwickeln.

DURCH BILDUNG ZUKUNFT SCHAFFEN

Die Bergwerke an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren waren immer bedeutende Ausbildungsstätten. Auch Jugendliche mit weniger guten Startvoraussetzungen fanden hier einen Ein­stieg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Um dem stetigen Rückgang von Ausbildungskapazitäten frühzeitig zu begegnen, beteiligt sich die RAG-Stiftung seit 2008 unter anderem an überbetrieblichen Ausbildungsprogrammen der Landesregierungen NRW und Saarland. Darüber hinaus unterstützt und initiiert sie Vorhaben, die junge Menschen in vielfältiger Weise auf ihrem Bildungsweg voranbringen.

WISSENSCHAFT WEITERENTWICKELN

Der deutsche Bergbau hat im Laufe seiner Entwicklung ein beeindruckendes, fachspezifisches Know-How hervorgebracht. Dieses wird nicht wertlos, wenn die letzten heimischen Bergwerke Ende 2018 schließen: Flächen müssen saniert, Schächte gesichert, Grubengas kontrolliert abgeleitet und Grubenwasser dauerhaft reguliert werden. Die Technische Hochschule Georg Agricola in Bo­chum betreibt daher mit Unterstützung der RAG-Stiftung das "Forschungszentrum Nachbergbau" mit der Stiftungsprofessur "Geoingenieurwesen und Nachbergbau" und einem gleichnamigen Masterstudiengang.

Mit der RAG-Stiftung-Zukunftsstudie ist 2016 eine Leitlinie für die Zukunft des Ruhrgebiets vorgestellt worden, die wichtige Impulse für die Entwicklung der Region liefert.

EINE EINZIGARTIGE KULTUR ERHALTEN

Ab 2019 wird der aktive deutsche Steinkohlenbergbau nur noch in Erinnerungen präsent sein. Die Industriekultur ist dennoch fester Bestandteil in den Bergbaurevieren an Ruhr, Saar und in Ibbenbühren. Damit das auch zukünftig so bleibt, unterstützt die RAG-Stiftung die bergbauliche Denkmalpflege und bergmännische Kultur. Darüber hinaus beteiligt sie sich an impulsgebenden Kulturveranstaltungen. Emscherkunst, Ruhrtriennale oder auch die ExtraSchicht sind zum Beispiel Formate, die das im Wandel befindliche Ruhrgebiet und seine Bergbaugeschichte thematisieren und die eine Strahlkraft weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus entwickelt haben.