Förderung

Die RAG-Stiftung fördert gemäß Satzung Projekte der Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Bergbauregionen an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren, soweit diese im Zusammenhang mit dem deutschen Steinkohlenbergbau stehen. Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2007 ist das Fördervolumen deutlich gestiegen und lag im Jahr 2018 bei 16,5 Mio. Euro. Im Jahr 2019 wird die Stiftung für die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur insgesamt 30 Millionen Euro einsetzen. Knapp 14 Mio. Euro stammen aus bisherigen Förderungen der RAG, die die RAG-Stiftung ab 2019 übernimmt.

Der Fokus liegt auf der Förderung von Bildungsprojekten. Auch perspektivisch wird der Bereich Bildung den größten Raum in der Förderung der RAG-Stiftung einnehmen und weiter wachsen – und das aus guter Bergbautradition heraus. Seit 2015 stellt die RAG-Stiftung außerdem ein Sonderbudget für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung.

Die RAG-Stiftung setzt sich für Pflege und Erhalt bergbaulicher Traditionen ein und leistet gleichzeitig einen Beitrag dazu, die ehemaligen Bergbaureviere durch Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur zu lebenswerten Regionen weiterzuentwickeln.

DURCH BILDUNG ZUKUNFT SCHAFFEN

Die Bergwerke an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren waren immer bedeutende Ausbildungsstätten. Auch Jugendliche mit weniger guten Startvoraussetzungen fanden hier einen Einstieg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Um dem stetigen Rückgang von Ausbildungskapazitäten frühzeitig zu begegnen, beteiligt sich die RAG-Stiftung seit 2008 unter anderem an überbetrieblichen Ausbildungsprogrammen der Landesregierungen NRW und Saarland. Darüber hinaus unterstützt und initiiert sie Vorhaben, die junge Menschen in vielfältiger Weise auf ihrem Bildungsweg voranbringen.

WISSENSCHAFT WEITERENTWICKELN

Der deutsche Bergbau hat im Laufe seiner Entwicklung ein beeindruckendes, fachspezifisches Know-how hervorgebracht. Dieses bleibt wertvoll, auch wenn die letzten heimischen Bergwerke seit dem Ende 2018 ihre Förderung eingestellt haben: Flächen müssen saniert, Schächte gesichert, Grubengas kontrolliert abgeleitet und Grubenwasser dauerhaft reguliert werden. Die Technische Hochschule Georg Agricola in Bochum betreibt daher mit Unterstützung der RAG-Stiftung das "Forschungszentrum Nachbergbau" mit der Stiftungsprofessur "Geoingenieurwesen und Nachbergbau" und einem gleichnamigen Masterstudiengang.

Mit der RAG-Stiftung-Zukunftsstudie ist 2016 eine Leitlinie für die Zukunft des Ruhrgebiets vorgestellt worden, die wichtige Impulse für die Entwicklung der Region liefert.

EINE EINZIGARTIGE KULTUR ERHALTEN

Seit der Fördereinstellung in 2018 ist der aktive deutsche Steinkohlenbergbau nur noch in unseren Erinnerungen präsent. Die Industriekultur ist dennoch fester Bestandteil in den Bergbaurevieren an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren. Damit das auch zukünftig so bleibt, unterstützt die RAG-Stiftung die bergbauliche Denkmalpflege und bergmännische Kultur. Darüber hinaus beteiligt sie sich an impulsgebenden Kulturveranstaltungen. Emscherkunst, Ruhrtriennale oder auch die ExtraSchicht sind zum Beispiel Formate, die das im Wandel befindliche Ruhrgebiet und seine Bergbaugeschichte thematisieren und die eine Strahlkraft weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus entwickelt haben.