Esskastanie

Die Esskastanie ist auch unter den Namen Edelkastanie oder Marone bekannt. Große Beliebtheit genießen ihre essbaren Früchte. Aber auch die üppigen Blüten der Esskastanie sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insektenarten. Der ursprünglich in Südeuropa beheimatete Baum wird insbesondere landwirtschaftlich genutzt und steht aufgrund seiner stärkehaltigen Nussfrüchte seit langem in Kultur. Im Jahr 2018 wurde die Esskastanie zum Baum des Jahres gekürt.

Esskastanie. ©Janine Simmann
Esskastanie. ©Janine Simmann

Esskastanie (Castanea sativa)
 

Familie:
 
Fagaceae - Buchengewächse
 
Verbreitung:
 
insb. Südeuropa, auch in Teilen Deutschlands
 
Größe:
 
max. 15 – 35 Meter hoch, 10 – 20 Meter breit
 
Lebensdauer: 
 
bis zu 200 Jahre
 
Ansprüche:
 
Sonne bis Halbschatten, wärmeliebend und sehr gut hitzeverträglich, mäßig frosthart, stadtklimaverträglich, windfest, industriefest
 
Boden:
 
frische bis trockene Böden, durchlässige, saure oder neutrale Substrate, auf schweren Böden frostempfindlich, andeutungsweise salzverträglich
 
Mehrwerte:Bienenweide, essbare Früchte

Forschung für den Wandel

Große Pläne für Forschung und Entwicklung: Im Herner Funkenbergquartier entsteht ein neues Transformationszentrum für Georessourcen und Ökologie (TGÖ), das ab 2028 alle zentralen Kompetenzen rund um Georessourcen, Nachbergbau und ökologischer Transformation bündeln soll. Rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden dann in modernen Laboren zu Fragen des Wassermanagements forschen und Monitoring-Methoden entwickeln, die eine smarte Neunutzung von Industriestandorten ermöglichen – und dies perspektivisch für alle Bergbauzweige von der Stein- und Braunkohle über mineralische Rohstoffe bis hin zu Seltenen Erden.

Trägerin des TGÖ ist die DMT‑Gesellschaft für Lehre und Bildung zu der auch die Technische Hochschule Georg Agricola (THGA) in Bochum gehört. Das dort ansässige Forschungszentrum Nachbergbau (FZN) hat die RAG-Stiftung initiiert. Nach Fertigstellung eines Neubaus in Herne wird das Institut an den neuen Standort ziehen. Mit dem TGÖ entsteht in Herne ein nachhaltiger Forschungsort von hoher städtebaulicher Relevanz und ein lebendiger Raum für Transformation, Lehre und interdisziplinären Austausch. 

 

Anlass der Pflanzung

Mit maximal 662 Millionen Euro fördert das „5-Standorte-Programm“ der Bundesregierung und des Landes Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2038 Kommunen, die von der Stilllegung bisheriger Steinkohlenkraftwerke betroffen sind. Herne ist einer dieser Standorte. Mit der Förderzusage von zunächst zwei Millionen Euro – perspektivisch sind 44 Millionen Euro geplant – fiel der Startschuss für das neue TGÖ. Die zweite Esskastanie auf Hugo ist diesem wichtigen Meilenstein gewidmet. 


Wonach suchen Sie?