Dreilappiger Ahorn
Der Dreilappige Ahorn ist ein echter Superheld der Pflanzenwelt. Seine Fähigkeit, sich klug an neue Bedingungen anzupassen, macht ihn zu einem spannenden Beispiel für Ausdauer in der Natur. Und weil er Hitze dank seiner dichten Krone und ledrigen Blattstruktur so gut aushält, nennen Forscher ihn auch den „Zukunftsbaum“ in Zeiten des Klimawandels.

Dreilappiger Ahorn (Acer monspessulanum)
| Familie: | Sapindaceae – Seifenbaumgewächse |
| Verbreitung: | Mittelmeerraum bis zum Kaukasus und Nordiran, in Deutschland in Gebieten mit Weinbauklima |
| Größe: | 8 – 10 Meter hoch, 5 – 7 Meter breit |
| Lebensdauer: | bis zu 150 Jahre |
| Ansprüche: | Sonne bis lichter Schatten, licht- und wärmeliebend, hitze- und windfest |
| Boden: | durchlässige, kalkhaltige Böden liebend |
| Mehrwerte: | stadtklimafester Baum, Bienenweide |
Gebaut für die Ewigkeit
Es ist das wohl größte und aufwendigste Bauprojekt der Nachbergbau-Zeit: Ganze 7,4 Kilometer misst die Länge des neuen Grubenwasserkanals in Ibbenbüren. Durch ihn fließt das gesamte Grubenwasser des ehemaligen Bergwerks. Zu Förderzeiten verbrauchten die Pumpen der Wasserhaltung den Strom von durchschnittlich 12.900 Haushalten. Dank der geologischen Bedingungen des Standorts ist es nun möglich, dass der Kanal das ansteigende Grubenwasser am Schacht von-Oeynhausen 1 auf +63 Metern NHN (Normalhöhennull) ganz ohne Pumpen aufnimmt und zur neuen Grubenwasseraufbereitungsanlage in Gravenhorst abführt. Von Gravenhorst gelangt das aufbereitete Wasser über die Aa zur Ems.
Die Umsetzung dieses Grubenwasserkonzepts birgt zahlreiche ökologische und geologische Vorteile: Neben Energieeinsparungen und entsprechend verminderten CO2-Emissionen reduzieren sich auch die Mineralfrachten des einzuleitenden Wassers deutlich. Die Salzkonzentration wird langfristig nur noch bei einem Hundertstel der heutigen Werte liegen. Das verringert die Salzfrachten, die in die Ibbenbürener Aa eingeleitet werden um bis zu 99 Prozent.
Anlass der Pflanzung
Wasser marsch! Im Jahr 2026 fließt das Grubenwasser des Ostfelds Ibbenbüren erstmals dem neuen Grubenwasserkanal zu. Indes nahm auch die Aufbereitungsanlage in Gravenhorst ihren Probebetrieb auf. Die RAG-Stiftung widmet diesem historischen Ereignis einen Baum auf der Stiftungsallee.