Zerr-Eiche

Die Zerr Eiche besticht nicht durch Größe, sondern durch Haltung. Sie bleibt standhaft, wo andere Bäume längst an ihre Grenzen kommen. Wo andere Gehölze unter Hitze und Trockenheit leiden, kommt die Zerr-Eiche mit den sich wandelnden Umweltbedingungen Europas gut zurecht. Ihre tiefen Wurzeln sichern ihr Wasser, ihre robuste Krone trotzt langen Sommern. Gleichzeitig ist sie ein wertvoller Standortbaum: Ihre Eicheln dienen zahlreichen Wildtieren als Nahrung, und allein rund 40 Raupenarten haben sich auf die Eiche spezialisiert.

Zerr-Eiche (Quercus cerris)
 

Familie:
 
Buchengewächse, Fagaceae
 
Verbreitung:
 
Süd-, Südosteuropa bis Vorderasien
 
Größe:
 
20 – 25 Meter hoch und 10 – 15 Meter breit
 
Lebensdauer: 
 
bis zu 500 Jahre
 
Ansprüche:
 
vollsonnig, wind-, hitze und trockenheitsresistent
 
Boden:
 
bevorzugt durchlässige Lehmböden, verträgt auch trockenere Standorte
 
Mehrwerte:ausgesprochen stadtklimageigneter Baum, allein 40 Raupenarten haben sich auf die eiche spezialisiert

Landmarken des Wandels

Die Landmarken des Bergbaus erzählen ihre eigene Geschichte – eine Geschichte von harter Arbeit, Wandel und neuer Identität. Was einst zweckdienliche Nutzgebäude waren, sind heute sichtbare Erinnerungen und viel besuchte touristische Ziele. 

Auf Zollverein ragt die ikonische Doppelbockanlage wie ein industrielles Tor in den Himmel, anderswo zeigt die Halde Hoheward mit Horizontobservatorium, wie auf Abraum neue Perspektiven entstehen. Nur wenige Meter entfernt thront ein 8,50 Meter hoher Obelisk, eine Sonnenuhr, die das genaue Ablesen des Datums und der Uhrzeit ermöglicht. An der Saar setzt das Saarpolygon ein starkes Zeichen: ein begehbares Monument, das den Strukturwandel erfahrbar macht und den Blick weit über das ehemalige Steinkohlerevier öffnet. Auch Grubenstandorte wie Göttelborn oder Ensdorf haben sich verändert – Fördertürme sind zu Aussichtspunkten und beliebten Fotomotiven geworden. Die ehemaligen Betriebsflächen bieten Raum für Forschung, Freizeit und Natur. Die Landmarken der Steinkohlereviere zeigen, wie tief der Bergbau die Regionen geprägt hat, aber auch, wie kraftvoll die Veränderung ist.

 

Anlass der Pflanzung

Zum 10. Jubiläum des Saarpolygons widmen wir dieser besonderen Landmarke eine Zerr Eiche auf unserer Allee. Die Zerr-Eiche steht für Beständigkeit und Erneuerung – genau wie das Polygon selbst, das den Übergang vom Bergbauzeitalter in die nachindustrielle Zukunft markiert. Die 30 Meter hohe Stahlkonstruktion, die auf einem 150 Meter hohen Plateau der Halde Duhamel steht, stammt vom Berliner Architektenduo Pfeiffer/Sachse. Sie ging aus einem europaweiten Wettbewerb hervor. Der Bau wurde von der saarländischen Landesregierung, der RAG Aktiengesellschaft, der RAG-Stiftung und zahlreichen weiteren Spenderinnen und Spendern finanziell unterstützt.


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