Statement des
Vorstandsvorsitzenden
Liebe Leserinnen und Leser,
im Jahr 2025 blieb die weltpolitische Lage angespannt. Die geopolitischen Entwicklungen stellen uns alle vor große Herausforderungen. Zugleich wissen wir, dass Krisen immer auch Impulsgeber für notwendige Erneuerungen sind. Auch die RAG-Stiftung befindet sich in einem umfassenden Wandel. Wir haben die Diversifizierung unseres Portfolios fortgesetzt und unsere Resilienz in volatilen Märkten nach Kräften ausgebaut.

„So entwickelt sich die RAG-Stiftung Schritt für Schritt vom Beteiligungskonzern zur „normalen“ Investorin.“
Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung
Gleichgeblieben ist, dass wir unseren zentralen Auftrag auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder vollumfänglich erfüllen konnten: die verlässliche Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben des deutschen Steinkohlenbergbaus. Insgesamt haben wir inzwischen rund zwei Milliarden Euro für diese Verpflichtung aufgebracht. Maßgeblich dafür sind auskömmliche Erträge, mit denen wir die Ewigkeitsaufgaben Jahr für Jahr decken und bestehende Rückstellungen weiter ausbauen. Beides gelingt uns seit 2018 zuverlässig.
Auch in Zukunft wollen wir gutes Geld verdienen. Zunehmend tun wir das mit unseren Kapitalanlagen. So entwickelt sich die RAG-Stiftung Schritt für Schritt vom Beteiligungskonzern zur „normalen“ Investorin. Heute macht die Evonik- Beteiligung nur noch rund zwanzig Prozent am Gesamtvermögen der Stiftung aus. Insgesamt arbeiten wir konsequent daran, die Komplexität unseres Beteiligungsportfolios weiter zu verringern und Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit der liquiden Kapitalanlagen in gleichem Maße zu erhöhen.
Diese strategische Ausrichtung macht uns robust. Wir haben wenig Einfluss darauf, wie sich die Welt um uns herum in den kommenden Jahren entwickeln wird. Aber wir können alles dafür tun, dass die RAG-Stiftung gut auf die Wechselfälle volatiler Märkte vorbereitet ist. Als Ewigkeitsinvestor müssen wir es sein.
Bernd Tönjes
Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung