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RAG-Stiftung schliesst erstes Jahr der Finanzierungsverpflichtung erfolgreich ab – und bleibt auch in Corona-Krise weiter auf Kurs

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  • Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben im ersten Jahr erfolgreich übernommen
  • Diversifizierung der Kapitalanlage schreitet weiter voran
  • Bernd Tönjes: „RAG-Stiftung auch in Corona-Krise robust und krisensicher aufgestellt.“

Der Vorstand der RAG-Stiftung hat heute in Essen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Fazit: Das Stiftungsmodell hat im ersten Jahr, in dem die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben aus dem deutschen Steinkohlenbergbau zu stemmen war, vollumfänglich und wie erwartet funktioniert. Auch in der Corona-Krise hält die Stiftung Kurs.

„Wir sind mit 291 Millionen Euro leicht unter den erwarteten Kosten für die Ewigkeitsaufgaben von 300 Millionen Euro geblieben“, zeigte sich Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung, zufrieden. Auch insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich, wie der Vorstand der Stiftung heute im Rahmen des Presse-Jahresgesprächs auf dem Welterbe Zollverein berichtete. Einmal mehr verbuchte die Stiftung ein neues Rekordergebnis von 474 Millionen Euro (Vorjahr 454 Millionen Euro). Das Stiftungsvermögen lag Ende 2019 bei 18,7 Milliarden Euro.

Auch in das Jahr 2020 war die Stiftung zunächst gut gestartet und wurde dann ebenso wie die Gesamtwirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen. Tönjes betonte jedoch: „Die RAG-Stiftung ist auch in der Corona-Krise robust und krisensicher aufgestellt. Die Auswirkungen auf unsere Kapitalanlage waren und sind beherrschbar. Die Diversifikation unseres Portfolios zahlt sich gerade jetzt aus.“

Auch Dr. Jürgen Rupp, Finanzvorstand der RAG-Stiftung, zeigte sich zuversichtlich: „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass das Stiftungsmodell funktioniert. Das laufende Jahr zeigt uns, dass die Stiftung auch in einer wirtschaftlichen Krise stabil aufgestellt ist.“ Auch in 2019 erhöhte die Stiftung die Unabhängigkeit von Evonik weiter: Während Evonik nur noch für 44 Prozent des Gesamtvermögens der Stiftung steht, resultieren bereits 49 Prozent der Gesamterträge aus anderen Investments. 2019 investierte die Stiftung weitere 1,2 Milliarden Euro und bis April 2020 zusätzlich über 650 Millionen Euro in global diversifizierte Assetklassen. Dr. Rupp hob auch den Zuwachs an stillen Reserven (plus 690 Millionen Euro in 2019) hervor, die die Stiftung jederzeit in die Lage versetzen, ihren Verpflichtungen gegenüber der RAG nachzukommen. „Zugleich ermöglichen sie uns auch in Krisenzeiten mit ruhiger Hand die Entwicklungen zu verfolgen und überlegt Entscheidungen für das Portfolio zu treffen“, so Rupp.

Großen Verbesserungsbedarf hingegen sieht der Vorstand der Stiftung bei den Vorgaben aus dem HGB zur bilanziellen Abbildung langlaufender Verpflichtungen. Hiervon ist auch die RAG und folglich die RAG-Stiftung über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag real betroffen, weshalb sich der Stiftungsvorstand für eine Regelung mit Festzinssatz und damit für mehr Kalkulierbarkeit und Ergebnisentlastung ausspricht. Dies würde allen HGB bilanzierten Unternehmen auch in der aktuellen Krise helfen.

Der Förderschwerpunkt der Stiftung liegt unterdessen weiter auf der Bildungsförderung chancenbenachteiligter Kinder und Jugendlicher. Die Stiftung habe mittlerweile eigene Leuchtturmprojekte entlang der gesamten Bildungskette etabliert, berichtete Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung und zuständig für die Ressorts Personal und die Förderbereiche Bildung, Wissenschaft und Kultur. „In Summe werden wir bis Jahresende 2020 seit Gründung der Stiftung rund 120 Millionen Euro in Förderprojekte investiert haben. Mit diesem Geld konnten wir nachhaltig viel Gutes in den ehemaligen Bergbauregionen bewirken.“ Die Corona-Krise stellt unterdessen auch viele Fördernehmer der RAG-Stiftung vor besondere Herausforderungen. Bärbel Bergerhoff-Wodopia unterstrich, dass die RAG-Stiftung gerade in Krisenzeiten an der Seite ihrer Fördernehmer steht: „Wir sind und bleiben ein verlässlicher Partner!“

 

 

Presse-Jahresgespräch: Rede von Hr. Bernd Tönjes

Presse-Jahresgespräch: Rede von Fr. Bärbel Bergerhoff-Wodopia

Presse-Jahresgespräch: Rede von Hr. Dr. Jürgen Rupp

Pressekontakt

Sabrina Manz

Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit der RAG-Stiftung

sabrina.manz(at)rag-stiftung.de
+49 (201) 378 3366