Zollverein und das Quartier: Stiftung Zollverein stellt Programm und neue Kreativwerkstatt in Halle 10 vor

Einst diente die Halle 10 auf dem heutigen UNESCO-Welterbegelände Zollverein als Lagerhaus und mechanische Werkstatt – heute wird hier wieder fleißig produziert und gewerkelt, allerdings nicht von Bergleuten, sondern von Jugendlichen aus der Umgebung. Dank der Förderung der RAG-Stiftung ist die Halle 10 zu einem Raum für die Jugend und die Menschen aus dem Quartier geworden.

Prof. Theodor Grütter, Mitglied des Vorstands der Stiftung Zollverein, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung, und Prof. Hans-Peter Noll, Mitglied der Stiftung Zollverein, besuchten die Kinder des Ferienprogramms in Halle 10.

Aktivitäten und Spiele, die sich mit dem Standort und den Stadtteilen beschäftigen und junge Menschen dazu einladen einen eigenen Blick auf Kunst, Natur, Geschichte und ihr urbanes Umfeld zu werfen, Mitmach-Workshops, die von Studierenden der Folkwang Universität angeleitet werden und viel Raum für Kreatives - das sind einige der Programmpunkte, die Claudia Wagner, Projektleiterin Zollverein mittendrin bei der Stiftung Zollverein, plant.

Neu an den Start gehen nach den Sommerferien fünf buchbare Angebote für Kinder- und Jugendgruppen, die im Dialog mit Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit aus dem Bezirk VI Zollverein entstanden sind: spielerische Entdeckungsreisen durch die Stadtteile Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg und über das Welterbe-Areal, Natur-Erlebnisspiele und Urban Gardening für Kinder, Land-Art-Projekte im Zollverein Park für 6- bis 18-Jährige sowie das Urban Game "Street.Bingo" für Jugendliche und junge Erwachsene.

Daneben findet vom 6. bis 10. August eine zweite Ausgabe des MakerSpace Zollverein statt: In dem fünftägigen Sommer-Camp, in dem sich alles um das Thema Interior Design dreht, können Jugendliche und Erwachsene gemeinsam mit jungen Gestaltern von der Folkwang Universität der Künste mit Techniken des Upcyclings, des experimentellen Druckens, mit Tape Art, 3D-Drucker und CNC-Fräse kleinere Einrichtungsgegenstände für die Halle 10 und für den eigenen Bedarf produzieren.

Möglich gemacht wird diese Quartiersarbeit durch die Förderung der RAG-Stiftung. Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung, betont: "Das Miteinander war schon immer ein Teil des Bergbaus. "Zollverein Mittendrin" bringt das Welterbe und seine Nachbarn auf vielen Ebenen zusammen - künftig auch in der neu gestalteten Halle 10. Hier finden Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft Raum, um gemeinsam kreativ zu sein".

Von "Haien und Kröten, dem größten Toaster der Welt und natürlich Kohle" erfahren die Kinder in den vielen Workshops von Denkmalpfad Zollverein und Ruhr Museum. Auch außerhalb der Ferien nutzt der Denkmalpfad Zollverein Halle 10 für das Bildungs- und Vermittlungsprogramm auf dem Welterbe, das 36 verschiedene Formate umfasst.

Zollverein und das Quartier - unter diesem Motto unterstützt die Stiftung Zollverein die Entwicklung der umliegenden Stadtteile durch unterschiedliche Aktivitäten und Maßnahmen. Dabei versteht sie sich als wichtigen Akteur und als Moderator, damit die positiven Effekte von Zollverein aus in die Nachbarschaft strahlen: Von Beschäftigung über strukturelle Erneuerung wie etwa durch die Ansiedlung der Folkwang Universität der Künste / Fachbereich Gestaltung mit mehr als 500 Studierenden auf dem Zollverein-Areal, und gibt auf diese Weise Impulse für die Stadtteilentwicklung. Zudem realisiert die Stiftung Zollverein kontinuierlich verschiedene Projekte und Programme im Bereich der Kulturellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen aus den Stadtteilen und leistet auch auf diese Weise Beiträge zu einer positiven Quartiersentwicklung.