Wir finanzieren Zukunft

Anlässlich des heutigen Presse-Jahresgesprächs zog der Vorstand der RAG-Stiftung eine Halbzeitbilanz zu den wichtigsten Höhepunkten seiner laufenden Amtszeit, stellte die wesentlichen Eckpunkte des Geschäftsjahres 2014 vor und erläuterte die Ziele für das laufende Jahr.

Die RAG-Stiftung hat seit Amtsübernahme des amtierenden Stiftungsvorstandes im Dezember 2012 wesentliche Meilensteine beim Aufbau des Stiftungsvermögens und zur Sicherung der Finanzierung der Ewigkeitslasten des Bergbaus erreicht sowie weitere wichtige Weichenstellungen für die Zukunft getroffen. „Wir haben das Vermögen der Stiftung von rund 11 Milliarden € Ende 2012 auf aktuell über 16 Milliarden € vermehren können“, sagte Dr. Werner Müller, Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung. „Damit haben wir bereits heute eine hervorragende Basis für die künftige Finanzierung der Ewigkeitslasten geschaffen.“ Für diese muss die Stiftung ab dem Jahr 2019 rund 220 Millionen € pro Jahr aufbringen. Dem stehen jährliche Einnahmen von rund 350 Millionen € gegenüber, Tendenz steigend. Müller betonte: „Zur Bewältigung der jährlichen Ausgaben nach Bergbauschluss wird die Stiftung die öffentlichen Hände nicht beanspruchen. Anders gesagt: Den Steuerzahler wollen und werden wir mit der Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben nicht belasten.“

Den wesentlichen Beitrag zum aktuellen Stiftungsvermögen leistete mit rund 11 Milliarden € die 68-prozentige Beteiligung an der Evonik Industries AG. Der 30-prozentige Anteil an Vivawest, den die Stiftung Mitte 2013 zu einem Kaufpreis von rund 900 Millionen € erworben hatte, trägt inzwischen mit einem Wert von gut 1,5 Milliarden € zu ihrem Vermögen bei, wenn man die Börsenkursentwicklung vergleichbarer Unternehmen zugrunde legt.

Der Überschuss 2014 betrug 351 Millionen €. Dieser Betrag wurde der Rückstellung für die Ewigkeitslasten zugeführt, die damit erstmals 4 Milliarden € überschritten hat; Ende 2012 waren es noch 2,6 Milliarden €. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis soliden Wirtschaftens sowie zukunftsweisender Anlageentscheidungen“, sagte Müller. So hat die Stiftung seit Ende 2013 insbesondere vor dem Hintergrund dauerhaft niedriger Zinsen in Abstimmung mit dem Kuratorium ihre Anlagestrategie angepasst, die Diversifizierung ihrer Kapitalanlagen zur weiteren Risikostreuung vorangetrieben und dafür entsprechende Strukturen geschaffen.

Derzeit ist die Stiftung über ihre beiden Investitionsgesellschaften mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 300 Millionen € an sieben mittelständischen, expandierenden Unternehmen unterschiedlicher Branchen beteiligt. Dazu erklärte Finanzvorstand Dr. Helmut Linssen: „Wir sind ein langfristiger und verlässlicher Anleger, der dauerhaft stabile Erträge erwirtschaften will. Und zwar schon deshalb, weil wir ‚ewige’ Lasten damit finanzieren müssen.“ Zudem hat die Stiftung rund 150 Millionen € in internationale Private Equity- und Infrastrukturfonds investiert und hat auch dadurch die Internationalisierung ihrer Kapitalanlagen verstärkt.

Linssen sagte: „Der Gesamtwert unserer diversifizierten Kapitalanlagen liegt aktuell bei rund 4 Milliarden € und macht damit ein Viertel des Stiftungsvermögens von gut 16 Milliarden € aus. Diesen Anteil werden wir künftig noch steigern.“

Personalvorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia hob die zunehmende Bedeutung von Bildung, Wissenschaft und Kultur in den vom Wegfall des Bergbaus betroffenen Regionen hervor: „Die RAG-Stiftung unterstützt diese gesellschaftlichen Aufgaben mit gezielten Projekten und hat der kontinuierlich steigenden Herausforderung entsprechend das Fördervolumen 2014 um 3 Millionen € auf 4,5 Millionen € angehoben und das Budget auf 7,5 Millionen € für 2015 erhöht.“

Darüber hinaus stellte Bergerhoff-Wodopia das Sonderprojekt „Glückauf Zukunft!“ vor, das bis zur Schließung des letzten Bergwerks Ende 2018 mit zahlreichen Initiativen die historischen Leistungen des Bergbaus würdigt und zugleich Impulse für die Nachbergbauzeit geben will. Dieses Projekt wurde als Gemeinschaftsinitiative von der Stiftung, RAG und Evonik sowie in Zusammenarbeit mit dem Sozialpartner IG BCE ins Leben gerufen. Größtes Einzelprojekt in diesem Zusammenhang ist eine gründliche Renovierung des Bergbau-Museums in Bochum, für die die Stiftung bis zu 15 Millionen € vorgesehen hat.

Über die RAG-Stiftung:
Die privatrechtliche RAG-Stiftung wurde 2007 gegründet. Aufgabe der RAG-Stiftung ist es, bis Ende 2018 so viel Stiftungsvermögen aufzubauen, um ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr und Saar dauerhaft zu finanzieren.

Weitere Informationen zur RAG-Stiftung finden Sie unter www.rag-stiftung.de