Fruchtige Vielfalt zum Selbstpflücken – Schülerteam pflanzt Streuobstwiese auf ehemaliger Bergbauhalde

  • Streuobstwiese auf der Halde Hopstener Straße feierlich eingeweiht
  • Schülerteam „Haldenhelden“ der Janusz-Korczak-Schule in Ibbenbüren erhielt mit dieser Idee einen Sonderpreis beim Schülerwettbewerb „Förderturm der Ideen“ 2016/17
  • Auf einer Fläche von rund 1 Hektar wurden insgesamt 124 Obstbäume und Sträucher gepflanzt
  • RAG-Stiftung finanzierte das Projekt mit 50.000 Euro
  • Weitere Unterstützer – unter anderem die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH – halfen großzügig bei der Umsetzung

Ibbenbüren, 1. Oktober 2018. Beim Schülerwettbewerb „Förderturm der Ideen“ 2016/17 wurden sie mit einem Sonderpreis gekürt: das Team „Haldenhelden“ der 7. und 8. Klasse der Janusz-Korczak-Schule in Ibbenbüren. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Idee, eine Streuobstwiese auf einer ehemaligen Bergbauhalde anzupflanzen und das Gelände damit wieder in den öffentlichen Raum der Stadt zu integrieren. Bei der Siegerehrung 2017 noch als Konzept auf dem Papier konnte das Vorhaben nun umgesetzt werden. Die Streuobstwiese wurde im April bepflanzt; sie wächst und gedeiht seitdem prächtig. Heute fand die offizielle Einweihung mit dem Schülerteam, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung, Dr. Klaus Effing, Landrat des Kreises Steinfurt, dem Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren,Dr. Marc Schrameyer, Dr. Heinz-Werner Voß, Sprecher der Geschäftsführung der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, sowie weiteren Unterstützern statt.

Im Sommer vergangenen Jahres freuten sich insgesamt vier Schülerteams aus dem Ruhrgebiet, das Team aus Ibbenbüren und zwei aus dem Saarland über ihre Auszeichnung beim Wettbewerb „Förderturm der Ideen“. Damit verbunden war die Umsetzung ihrer kreativen Gestaltungsideen, ihr Lebensumfeld attraktiver zu machen. Die RAG-Stiftung als Initiatorin des Projekts stellte hierfür insgesamt bis zu 550.000 Euro zur Verfügung.

Das Siegerteam „Haldenhelden“ bestehend aus den Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klasse der Janusz-Korczak-Schule gewann den Sonderpreis für Ibbenbüren mit der Idee, die Bergehalde Hopstener Straße in eine öffentliche Streuobstwiese zu verwandeln. Bei der Realisierung ihrer Streuobstwiese half das Team tatkräftig mit. Die Schüler pflanzten Ende April die ersten Bäume und Sträucher auf der Halde an der Hopstener Straße. Hierfür mussten Löcher gebuddelt und die Pflanzen in der richtigen Anordnung gesetzt werden. 

Insgesamt wurden 124 Bäume und Sträucher gepflanzt. Darunter die Obstsorten Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Quitte, aber auch Walnüsse, Haselnüsse, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren. So können Besucher nach der öffentlichen Freigabe der Halde zu jeder Jahreszeit etwas auf der Obstwiese ernten. Auch tierische Besucher sind auf dem Gelände willkommen: Für sie haben die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Insektenhotels gebaut. Außerdem sollen ein neu angelegter Teich und ausgesähte Wildblumenfelder Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum bieten. 

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung und Vorsitzende der Jury des Wettbewerbs, zeigte sich von der Streuobstwiese und dem Engagement der Schüler begeistert: „Ich freue mich sehr für das Team „Haldenhelden“, dass ihre großartige Idee nun tatsächlich umgesetzt wurde. Projekte wie dieses zeigen, dass die jungen Menschen sehr gute Ideen zur Gestaltung ihrer Region haben und dass sie sich einbringen möchten, wenn man sie lässt.“

Tatkräftig unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler von der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH. Als Betreiber des Ibbenbürener Bergwerks hatte das Unternehmen zunächst das Flotationsbecken über dem ehemaligen Flotationsteich 3 mit einer Fläche von ca. 22.000 m² hergerichtet. Im Frühjahr dieses Jahres konnte dann mit der Bepflanzung begonnen werden. Die langfristige Bewirtschaftung der Streuobstwiese wird zukünftig die Schule übernehmen. „Es hat großen Spaß gemacht, bei diesem Projekt mitzuwirken. Wenn es um die Rekultivierung und nachhaltige Nutzung ehemaliger Bergbauflächen geht, freuen wir uns ganz besonders, wenn sich die Bevölkerung und vor allem auch junge Menschen mit ihren Ideen beteiligen“, erklärte Dr. Heinz-Werner Voß, Sprecher der Geschäftsführung der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH. 

Der Landrat des Kreises Steinfurt, Dr. Klaus Effing war bei der Einweihung ebenfalls vor Ort, lobte das Projekt und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus: „Mit ihrer nachhaltigen Idee hat das Schülerteam einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung unserer Region geleistet. Die Förderung von Bildung und Arbeit, insbesondere von Jugendlichen, liegt mir ganz besonders am Herzen. Schön, dass wir mit der RAG-Stiftung und ihrem Schülerwettbewerb „Förderturm der Ideen“ auch jenseits der Politik Unterstützung finden.“

„Das Areal bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Erholungssuchende und ist ein wertvoller Lebensraum für Tiere. Damit wird das Gelände für die Integration in den öffentlichen Raum der Stadt deutlich aufgewertet“ lobte schließlich Ibbenbürens Bürgermeister,
Dr. Marc Schrameyer, die verwandelte Halde. Besonders freue er sich auf die erste gemeinsame Ernte, etwa als Nachbarschaftsaktion. „Denn die bringt Schüler und Bewohner zusammen und hält Bergmannswerte wie Zusammenhalt und Solidarität auch nach 2018 noch lange Zeit aufrecht“, so Schrameyer.

Der Wettbewerb „Förderturm der Ideen“ war 2016/17 Teil des Programms „Glückauf Zukunft!“, das die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG gemeinsam mit ihrem Sozialpartner IG BCE ins Leben gerufen haben. Ziel von „Glückauf Zukunft!“ ist es, den Steinkohlenbergbau würdig zu verabschieden und zugleich Impulse für die Weiterentwicklung der ehemaligen Bergbauregionen zu setzen. 

Weitere Informationen zum „Förderturm der Ideen“ finden Sie unter www.förderturm-der-ideen.de

Über die RAG-Stiftung

Die privatrechtliche RAG-Stiftung wurde 2007 gegründet. Aufgabe der RAG-Stiftung ist es, bis Ende 2018 so viel Stiftungsvermögen aufzubauen, um ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr und Saar dauerhaft zu finanzieren.

Weitere Informationen zur RAG-Stiftung finden Sie unter www.rag-stiftung.de

Über „Glückauf Zukunft!“

2016 hat die RAG-Stiftung „Glückauf Zukunft!“ initiiert, gemeinsam mit der RAG Aktiengesellschaft und der Evonik Industries AG sowie im Schulterschluss mit dem Sozialpartner IG BCE. Unter dem Dach von „Glückauf Zukunft!“ werden bis einschließlich Ende 2018 größere wie kleinere Projekte initiiert, die den Steinkohlenbergbau würdigen und Signale des Aufbruchs für die Regionen an Ruhr und Saar geben. Die RAG-Stiftung stellt für ihre Projekte insgesamt 28 Millionen Euro zur Verfügung.

Informationen zu weiteren Projekten von „Glückauf Zukunft!“ finden Sie unter www.glückauf-zukunft.de

Pressekontakt RAG-Stiftung:  

Sabrina Manz 
Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit 
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