Ausbildungsprogramme

Die kohlepolitischen Beschlüsse von 2007 haben festgelegt, den Steinkohlenbergbau in Deutschland bis Ende 2018 sozialverträglich zu beenden. Damit einher geht der Verlust von Ausbildungskapazitäten bei der RAG Aktiengesellschaft. Betroffen sind insbesondere zahlreiche Jugendliche mit Hauptschulabschluss, denen der Bergbau keine Ausbildungschancen mehr eröffnen kann.

Um den Wegfall der Ausbildungsplätze ein Stück weit zu kompensieren, finanziert die RAG-Stiftung seit 2008 gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und seit 2009 auch im Saarland Ausbildungsprogramme in ehemaligen Bergbaustädten, die sich an Jugendliche ohne Ausbildungsplatz richten. Bildungsträger aus den Regionen wie der TÜV NORD Bildung bieten mit lokalen Betrieben unterschiedliche überbetriebliche Ausbildungsgänge an, darunter Industriemechaniker/in, Elektroniker/in, Fachlagerist/in und Einzelhandelskaufmann/-frau. Ziel ist es, jungen Menschen mit schwierigen Startvoraussetzungen den Berufseinstieg zu ermöglichen.

Das Programm wird mit Unterstützung der RAG-Stiftung unter anderem in Bergkamen, Datteln, Bochum, Herne und Kamp-Lintfort durchgeführt. Im Jahr 2017 hat die RAG-Stiftung insgesamt 60 neue überbetriebliche Ausbildungsplätze in Nordrhein-Westfahlen ermöglicht. Bis 2017 gab es im Saarland insgesamt 135 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch für die nächsten Jahre ist eine kontinuierliche Beteiligung an diesem Programm vorgesehen.