RAG‐Stiftung und NRW‐Arbeitsministerium weiten gemeinsames Ausbildungsprogramm für das Ruhrgebiet aus

Essen, 28. Oktober 2016. Bärbel Bergerhoff‐Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG‐ Stiftung, und Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein‐Westfalen, stellten heute in Herne gemeinsam die Ausweitung des Landesprogramms „Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten“ vor. Durch die erweiterte Förderung des Landes NRW und der RAG‐Stiftung konnten zum Ausbildungsstart 80 neue Plätze an vier Standorten im Ruhrgebiet im Rahmen des Programms eingerichtet werden. Beide Partner stellen hierfür jeweils 500.000 Euro pro Ausbildungsjahr zur Verfügung. Nach Marl sind nun Bochum, Herne und Gelsenkirchen in 2016 erstmals dabei.

NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (vordere Reihe, 3. von rechts), Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung (vordere Reihe, 4. von rechts) und Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (vordere Reihe, 5. von rechts) stellten gemeinsam mit Vertretern der Bildungsträger und Auszubildenden die Erweiterung des Landes-Ausbildungsprogramms für Herne, Bochum, Marl und Gelsenkirchen vor.
© Nikelowski

Das Programm „Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten“ wird seit 2008 vom Land Nordrhein‐Westfalen im Ruhrgebiet durchgeführt. Ziel ist es, Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, zunächst in das Programm einer außerbetrieblichen Ausbildung aufzunehmen, um sie dann baldmöglichst in eine betriebliche Ausbildung zu vermitteln.  

Die RAG‐Stiftung unterstützt das Programm seit Beginn und hat nun ihre Förderung um weitere 80 Plätze im Ruhrgebiet ausgeweitet. Damit kann das Programm an den drei Standorten Bochum, Herne und Gelsenkirchen erstmals und in Marl erweitert stattfinden. Seit September sind dort jeweils bis zu 20 junge Menschen in die außerbetriebliche Ausbildung gestartet und werden fit für eine betriebliche Ausbildung gemacht. Das Programm wird in den vier Städten von lokalen Bildungsträgern umgesetzt, die mit Betrieben aus der Region und der Agentur für Arbeit eng kooperieren.  

Die Beteiligten des heutigen Pressegesprächs, darunter NRW‐Arbeitsminister Rainer Schmeltzer, RAG‐Vorstandsmitglied Bärbel Bergerhoff‐Wodopia, Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sowie Vertreter des Programmes in den einzelnen Städten und Teilnehmer machten die gelungene Zusammenarbeit aller Akteure deutlich. 

Bärbel Bergerhoff‐Wodopia betonte, dass eine Förderung des Programms für die RAG‐Stiftung ein besonderes Anliegen ist. „Der Bergbau war immer ein bedeutender Ausbilder in der Region. Mit dem Wegfall dieser Ausbildungskapazitäten stehen zahlreiche Jugendliche im Ruhrgebiet für die übrigen Ausbildungsplätze im Wettbewerb. Wir wollen der Region etwas zurückgeben und den Jugendlichen, die früher häufig im Bergbau eine Anstellung gefunden haben, auf diesem Wege den Eintritt in ein erfolgreiches Berufsleben erleichtern.“  

Rainer Schmeltzer hob hervor: „Als Arbeitsminister liegt mir sehr am Herzen, dass junge Menschen in NRW gute Ausbildungsperspektiven haben. Der Abschluss einer dualen Ausbildung 2 ist ein zentraler Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und bietet einen hohen Schutz vor Arbeitslosigkeit. Ich freue mich über das Engagement der RAG‐Stiftung und darüber, dass es uns gemeinsam gelungen ist, das Ausbildungsprogramm auszubauen. Allein für die 80 zusätzlichen Plätze stellt das Land NRW pro Ausbildungsjahr rund 500.000 Euro bereit. Wir verbessern die Ausbildungssituation an den Kohlestandorten und stärken gleichzeitig die Kooperation mit den Betrieben in der Region. Von ihnen erhoffen wir uns natürlich eine schnelle Übernahme der Jugendlichen in eine reguläre betriebliche Ausbildung.“  

Die Teilnehmer des Programms erlernen berufsrelevante Inhalte, indem sie u.a. Praxisphasen in den Kooperationsbetrieben absolvieren. Sie werden aber auch in den Bildungseinrichtungen auf die Herausforderungen einer betrieblichen Ausbildung vorbereitet. Bewerbungstrainings gehören ebenso zu den Unterrichtsinhalten wie die Aufarbeitung von Bildungslücken sowie eine Förderung der kommunikativen und sozialen Kompetenzen. Die Teilnehmer können sich in unterschiedlichen Berufen ausbilden lassen, darunter KFZ‐Mechatroniker, Tierpfleger, Tischler, Chemikant, Anlagenmechaniker, Friseur, Lagerist sowie zu Kaufleuten für Büromanagement. Träger der Maßnahmen sind die CREOS Lernideen und Beratung GmbH in Marl, die Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft mbH in Herne, das Institut Gisela Vogel für berufliche Bildung GmbH & Co. KG in Bochum und die Diakonisches Werk Arbeit und Bildung gGmbH in Gelsenkirchen.

Über die RAG‐Stiftung:

Die privatrechtliche RAG‐Stiftung wurde 2007 gegründet. Aufgabe der RAG‐Stiftung ist es, bis Ende 2018 so viel Stiftungsvermögen aufzubauen, um ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr und Saar dauerhaft zu finanzieren.

Weitere Informationen zur RAG‐Stiftung finden Sie unter www.rag‐stiftung.de


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