Beteiligungen

Der ehemalige RAG-Konzern ist 2007 aufgeteilt und in die Hände der RAG-Stiftung gelegt worden. Die Stiftung ist heute Alleineigentümerin der RAG AG, Mehrheitseignerin der Evonik Industries AG und größter Anteilseigner der VIVAWEST GmbH.

Die Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus in Deutschland liegt in der Hand der RAG. Im Saarland sowie im Großteil von NRW gibt es schon heute keinen Steinkohlenbergbau mehr. Die RAG betreibt derzeit nur noch zwei Bergwerke, dies sind Prosper-Haniel in Bottrop und das Bergwerk in Ibbenbüren. Beide werden Ende 2018 schließen. Damit wird die Steinkohlenförderung in Deutschland endgültig eingestellt. Bis dahin ist die RAG weiterhin ein wichtiger Akteur für die Energieversorgung in Deutschland: Das Unternehmen setzte 2014 bei einem Absatz von 7,6 Millionen Tonnen Steinkohle rund 1,9 Milliarden Euro um. Der Großteil der Förderung wird an Kraftwerke geliefert. Im Bergbaubereich der RAG arbeiten aktuell noch rund 10.000 Beschäftigte, davon knapp 5.300 Arbeiter unter Tage, und noch rund 700 Auszubildende.

Die RAG bereitet sich schon heute auf die Nachbergbauzeit ab 2019 vor. Dann wird die Bearbeitung der Alt- und Ewigkeitslasten des Bergbaus im Vordergrund stehen: die Verfüllung der Schächte, die Regulierung von Bergschäden, aber auch der Betrieb der Grubenwasserhaltung; für einen nachhaltigen Umgang mit den Folgen des Steinkohlenbergbaus. Der RAG-Konzern ist darüber hinaus in der Vermarktung von Bergbautechnologien und dem zugehörigen Know-how tätig. Zudem werden ehemalige Bergbauflächen für neue Nutzungsmöglichkeiten, etwa als Gewerbefläche und als Standorte für die Erzeugung regenerativer Energien, entwickelt.

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© RAG Aktiengesellschaft

Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Rund 33.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014 einen Um­satz von 12,9 Milliarden Euro und ein operati­ves Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 1,9 Mil­liarden Euro. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Das Unternehmen erwirtschaftet rund 80 Prozent seines Umsatzes aus führenden Markt­positionen, die es konsequent ausbaut. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wachstums­starken Megatrends Gesundheit & Ernährung, Res­sourceneffizienz und Globalisierung konzentriert. Zu den Stärken von Evonik zählen ein breites Spektrum an Arbeitsgebieten, Endmärkten und Regionen sowie die intensive und langfristige Zu­sammenarbeit mit den Kunden.

Spezialchemiepro­dukte von Evonik kommen in einer Vielzahl von Anwendungen weltweit zum Einsatz. Der Konzern stellt beispielsweise essentielle Aminosäuren als Ergänzungsstoffe für die Tierernährung her und vertreibt Zwischenprodukte an die Reifen- und Kunststoffindustrie. Evonik liefert mit seinen Su­perabsorbern einen entscheidenden Bestandteil für Babywindeln und ist zudem Lieferant der Kon­sumgüterindustrie im Bereich Körperpflege. Auch Unter­nehmen aus den Bereichen Elektronik-, Bau- und Automobilindustrie gehören zu den Kunden des Konzerns. Evonik produziert darüber hinaus leis­tungsstarke Öladditive und spezielle Materialien für die Herstellung von Farben, Lacken, Kleb- und Dichtstoffen. Evonik hält rund 25.000 Patente und 7.500 Markenrechte.

Im Sommer 2008 hat die RAG-Stiftung 25,01 Prozent der Anteile an der Evonik Industries AG an eine von CVC Capital Partners beratene Gesellschaft veräußert. Bei den vorbörslichen Privatplatzierungen und dem Börsengang der Evonik Industries AG im April 2013 hat die RAG-Stiftung ihren Anteil an Evonik auf knapp 68 Prozent zurückgeführt. Die Erlöse aus der Veräußerung von Evonik-Aktien und die vereinnahmten Dividenden ermöglichen es der RAG-Stiftung, ihre Kapitalanlage breiter zu diversifizieren. Die RAG-Stiftung wird sich langfristig, ohne Eile, marktschonend und abhängig von der Entwicklung des Unternehmenswertes sowie der Lage an den Kapitalmärkten von weiteren Evonik-Anteilen trennen. Sie plant, mindestens 25,1 Prozent der Evonik-Anteile dauerhaft zu halten.

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Die Bereitstellung von komfortablen und kostengünstigen Wohnungen für Mitarbeiter hat eine lange Tradition in der Bergbauindustrie. Bis heute sind die Vermietung und Weiterentwicklung von Immobilien eng mit dem Bergbau verbunden. Viele ehemalige und aktive Beschäftigte sind Mieter bei VIVAWEST. Das Unternehmen entstand 2012 aus dem operativen Zusammenschluss der Vorgängergesellschaften Evonik Immobilien und THS. Mit mehr als 120.000 Wohnungen gehört VIVAWEST zu den bundesweit führenden Wohnungsunternehmen und ist einer der größten Wohnungsanbieter in Nordrhein-Westfalen. Etwa 300.000 Menschen in 76 Kommunen an Rhein und Ruhr gibt das Unternehmen ein Zuhause.

Die RAG-Stiftung ist seit Mitte 2013 der größte VIVAWEST-Anteilseigner. Mit rund 30 Prozent ist die RAG-Stiftung direkt beteiligt, die Tochter RAG Aktiengesellschaft hält 18,2 Prozent. Weitere Gesellschafter sind die Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (26,8 Prozent) sowie der Evonik Pensionstreuhand e. V. (25 Prozent). Ein wichtiges Unternehmensziel ist die kontinuierliche Verbesserung des Wohnungsportfolios durch wertsteigernde Instandhaltung, integrierte Quartiersentwicklung mit generationengerechtem Neubau sowie die energetische Bestandsmodernisierung. Die nachhaltige Weiterentwicklung des Immobilienbestandes spiegelt gleichzeitig die Verantwortung gegenüber den Mietern, den Beschäftigten und der Region wider. Insgesamt ist VIVAWEST für die beteiligten Akteure – und damit auch für die RAG-Stiftung – eine rentable und langfristig sichere Finanzanlage.

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