Urbane Kultur im Stadtquartier

Malaktion für Kinder im Stadtquartier zu der Frage "Was gefällt dir an deinem Stadtteil?", © Büro Drecker, Studie "Urbane Kultur im Stadtquartier"

Am Standort Essen-Katernberg (ehemaliger Bergbaustandort mit damals größter Zeche Europas) kam es nach Schließung der Zeche Zollverein und deren forcierter Entwicklung zum Weltkulturerbe zu einer Inselbildung mit Entwicklungspotenzial inmitten eines von der Bergwerkschließung belasteten Umfeldes. Die Zeche Zollverein als Weltkulturerbe im Stadtteil Essen-Stoppenberg, unmittelbar angrenzend an Katernberg und Schonnebeck, sollte nicht weiter isoliert entwickelt werden. Eine Vernetzung von Zollverein mit den Stadtteilen ist anzustreben, dies betrifft die räumliche Ebene, aber auch die soziale Vernetzung. Es soll ein Austausch über Arbeit, Kultur, Tourismus und Freizeit in den angrenzenden Stadtteilen mit der dort lebenden Bevölkerung stattfinden können.

Diese Sachverhalte wurden in einer Konzeptstudie des Planungsbüros Drecker unter Beteiligung Betroffener planerisch aufgearbeitet, um grundsätzliche Empfehlungen für den betroffenen Standort abzuleiten. Gleichzeitig haben sich Anhaltspunkte für den Umgang mit vergleichbaren Situationen ergeben, die aufgrund der Schließung von Zechen an anderen Bergbaustandorten entstehen bzw. entstanden sind.

 

Bild aus der Malaktion, © Büro Drecker, Studie "Urbane Kultur im Stadtquartier"

Studie "Urbane Kultur im Stadtquartier"

Die Studie (Langfassung / Kurzfassung) liegt nun vor. Demnach ergeben sich mehrere Handlungsfelder, in denen verstärkt die Entwicklung der Stadtteile vorangetrieben werden soll wie Beschäftigung, Bildung & Soziales und speziell die Zeche Zollverein als der Faktor, der die Stadtteile in ihrer positiven Entwicklung unterstützen kann. Das Planungsbüro führte zur Datenerhebung unter anderem Befragungen mit den Menschen im Stadtbezirk durch sowie Malaktionen und Workshops mit Kindern und Jugendlichen, um speziell deren Sicht der Stadtteile zu erfahren.    

Die Ergebnisse der Studie wurden mit Vertretern der öffentlichen Hand und mit Multiplikatoren aus den Stadtteilen diskutiert. Die Impulse wurden von ihnen aufgegriffen und sollen für weitergehende Projekte nutzbar gemacht werden.

 

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