Bibliothek des Ruhrgebiets

Die Bibliothek des Ruhrgebiets ist eine Einrichtung der „Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets”. Die Stiftung wurde im Sommer 1998 im Rahmen eines umfassenden Public Private Partnership-Projekts von der Stadt Bochum, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Ruhr-Universität Bochum, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), dem Unternehmensverband Ruhrbergbau, der DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung sowie der RAG AG ins Leben gerufen. Ein Kooperationsvertrag zwischen der Ruhr-Universität Bochum und der SBR regelt die enge Zusammenarbeit. Mit der SBR wurde eine Einrichtung geschaffen, die in besonderer Weise Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets dokumentiert. Sie dient dem Ziel, das kulturelle und historische Erbe der Region zu bewahren und fortzuentwickeln.

Bibliothek des Ruhrgebiets in Bochum

Die Bibliothek des Ruhrgebiets entstand durch die Zusammenführung von drei bedeutenden Spezialbibliotheken: der Bergbau-Bücherei Essen (ca. 240.000 Bände), der Bibliothek des Instituts für soziale Bewegungen (ca. 140.000 Bände) der Ruhr-Universität Bochum sowie der Bibliothek der vormaligen Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (ca. 35.000 Bände). Als öffentlich zugängliche wissenschaftliche Spezialbibliothek führt die Bibliothek des Ruhrgebiets in modifizierter Weise die Sammeltätigkeit ihrer Vorgängereinrichtungen fort. Zu ihrem Erwerbungsprofil gehören die Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets, die Wirtschafts- und Sozialgeschichte industrieller Ballungsräume, die Geschichte und Soziologie sozialer Bewegungen sowie die allgemeine Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, außerdem der Bereich Bergbau (in technischer, wirtschaftlicher, sozialer und rechtlicher Hinsicht) sowie die Montangeschichte.

Wissenschaftliche Begleitung der Bergwerksschließungen

Die RAG-Stiftung unterstützt im Rahmen der bevorstehenden Stilllegung von Bergwerken die wissenschaftliche Aufarbeitung von Folgen der Bergwerksschließungen im Ruhrgebiet und im Saarland zwischen 2010 und 2012 (Projektzeitraum: 1. November 2009 – Ende 2012). Die geschichts- und sozialwissenschaftlich orientierte Forschungsarbeit widmet sich folgenden Zielsetzungen:

Bergwerk Prosper Haniel Bottrop, © RAG AG, Klingenburg
  • Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Prozesse in lokal- und regionalpolitischen, strukturellen und den sozialen und kulturellen Dimensionen dient dem Ziel, die erheblichen Folgen für Wirtschaft, Politik und Bewohner der Region im Zusammenhang mit Bergwerksschließungen aufzuzeigen.
  • Über die Analyse der historischen Erfahrungen und der aktuellen Steuerungsprozesse seitens der Politik und Wirtschaft sind Chancen und Grenzen der kulturellen Prozesse darzustellen, die aus den bergbaulichen Traditionen des kommunalen Raums erwachsen bzw. sich ergeben.
  • Über die Präsentation der wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsprojektes wird eine Basis für eine Debatte von Vertretern der Öffentlichen Hand, von Vertretern von Unternehmen und Gewerkschaften über Impulse zur regionalen Flankierung der Bergwerksschließungen zur Verfügung gestellt.

Das Untersuchungsfeld wird sich auf die Begleitung der geplanten bzw. vollzogenen Schließung der Bergwerke Saar und Hamm der RAG Aktiengesellschaft konzentrieren.

Die inhaltliche Arbeit im Forschungsprojekt wird von einem Beirat mit dem Ziel der Absicherung der Projektziele und dem Transfer der Ergebnisse begleitet. Vertreter der RAG Aktiengesellschaft wie auch vom GVSt und der IG BCE wirken mit.

Kontakt

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Rüttenscheider Straße 1-3

45128 Essen

+49 (0) 201 801-3320

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