Zollverein vernetzt sich mit den Stadtteilen

05.07.2012

v.l.n.r.: Peter-Michael Preusker (Vorstand RAG-Stiftung), Hermann Marth (Vorstandsvorsitzender Stiftung Zollverein), Claudia Wagner (Projektleiterin "Welterbe Zollverein - Mittendrin"), Gabriele Heidner (Stiftung Zollverein), Margarete Meyer (Stadt Essen, Stadtentwicklungsbüro), © Peter Vogt / Stiftung Zollverein

Stiftung Zollverein startet Projekt: „Welterbe Zollverein – Mittendrin“

Die Stiftung Zollverein will neue Impulse für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem UNESCO-Welterbe Zollverein und dem Stadtbezirk VI setzen. Aus diesem Grund haben sie das Projekt „Welterbe Zollverein – Mittendrin“ ins Leben gerufen. Die RAG-Stiftung unterstützt diese Initiative durch die Finanzierung einer Projektleiterstelle. Das Projekt wird begleitet durch einen Arbeitskreis, der sich unter anderem aus Vertretern der Stiftung Zollverein, der RAG-Stiftung, der Stadt Essen und des Werberings Katernberg zusammensetzt.

Zentrales Ziel von „Welterbe Zollverein – Mittendrin“ ist es, die bereits bestehenden Programme zwischen dem Stadtbezirk und Zollverein intensiver miteinander zu koordinieren und neue Vorhaben anzustoßen. Es geht  darum, die durch die Weiterentwicklung auf Zollverein entstehenden Chancen für die angrenzenden Stadtteile zu vermitteln. Chancen, wie sie sich zum Beispiel durch die Ansiedlung von Unternehmen und des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste ergeben. Diese Schnittstellen- und Vermittlungsarbeit wird ab dem 2. Juli 2012 über die Projektstelle geleistet.

„Die Entwicklung von Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg ist von Beginn an mit Zollverein verbunden gewesen. Wir möchten, dass diese Stadtteile stärker als bisher in die positive Entwicklung einbezogen werden, die das Welterbe Zollverein als Exzellenzstandort für Industriekultur und Wirtschaft erlebt. Projektleiterin Claudia Wagner soll in diesem Prozess die treibende Kraft sein. Ihre Aufgaben beziehen sich auf Unternehmungen, die in direktem Zusammenhang mit Zollverein und der Fortentwicklung des Stadtbezirks VI stehen“, erläutert Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein.

Das Engagement der RAG-Stiftung begründet Vorstandsmitglied Peter-Michael Preusker: „Uns ist es im Rahmen unserer Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur zentrales Anliegen, Projekte in Bergbauregionen an Ruhr und Saar anzustoßen und so einen Mehrwert für diejenigen Gebiete zu schaffen, die vom Strukturwandel betroffen sind. Gerade der Essener Norden profitierte bislang zu wenig  von der positiven Entwicklung auf Zollverein. Dies hat auch die in unserem Auftrag erstellte Studie „Urbane Kultur im Stadtquartier“ bestätigt. Nun wollen wir dazu beitragen diese unbefriedigende Ist-Situation zu überwinden und engagieren uns deshalb für die Fortentwicklung der Stadtteile.“

„Welterbe Zollverein – Mittendrin“ verfolgt explizit den Ansatz, eine systematische Kooperation der bereits vorhandenen Leistungen und Mittel zu organisieren. Die Stiftung Zollverein wird ihre fachliche Kompetenz zum Potenzial des Welterbes für die Stadtteile einbringen. Zusätzlich werden Möglichkeiten eruiert, auch die Stadtteilwirtschaft stärker mit Zollverein zu vernetzen.

Evaluiert wird das Projekt über die gesamte Laufzeit vom ISSAB der Universität Duisburg-Essen (Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung). Das ISSAB beteiligt sich bereits seit Jahren zusammen mit der Stadt Essen am Stadtteilmanagement und wird dieses Projekt mit seinen Erfahrungen unterstützen.

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