Förderung

Die RAG-Stiftung fördert Projekte der Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Bergbauregionen
an Ruhr und Saar, soweit diese im Zusammenhang mit dem deutschen Steinkohlenbergbau stehen. Die Förderung steht in einer Balance zwischen dem Erhalt des Bergbau-Erbes und der Begleitung des Wandels. Das bedeutet, es soll das bergbauliche Erbe gewahrt und dieses für zukünftige Generationen lebendig gehalten werden. Es sollen aber gleichzeitig mit Blick auf das Ende der Steinkohlenförderung neue Perspektiven in den Bergbaurevieren geschaffen und damit der Wandel in den Regionen begleitet werden.

Löschturm der Kokerei Hansa
Foto: Karlheinz Jardner, 2009
© Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

 

DURCH BILDUNG ZUKUNFT SCHAFFEN

Die Bergwerke an Ruhr und Saar waren immer auch bedeutende Ausbildungsstätten. Der Bergbau bot qualifizierte Ausbildungen in verschiedensten gewerblich-technischen Berufen. Auch Jugendliche mit weniger guten Startvoraussetzungen fanden hier einen Einstieg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. 2014 ist das letzte Jahr, in dem junge Menschen eine Ausbildung in der Bergbauindustrie an der Ruhr beginnen können. Seit 2008 beteiligt sich die RAG-Stiftung daher beispielsweise an überbetrieblichen Ausbildungsprojekten der Landesregierungen NRW und Saarland.

WISSENSCHAFT WEITERENTWICKELN

Die oft schwierigen Abbaubedingungen in den deutschen Steinkohlerevieren haben dazu geführt, dass zahlreiche innovative Technologien und Verfahren entwickelt wurden, um Kohle sicher und effizient auch in tiefsten Schichten abzubauen. Das im Steinkohlenbergbau gesammelte Fachwissen wird nicht wertlos, wenn die letzten heimischen Bergwerke schließen. Das Know-how der deutschen Bergbautechnologie ist auch nach 2018 in verschiedensten Disziplinen gefragt: Flächen müssen saniert, Schächte gesichert, Grubengas kontrolliert abgeleitet und Grubenwasser dauerhaft reguliert werden. Beispielsweise arbeitet die Technische Fachhochschule Georg Agricola in Bochum mit Unterstützung der RAG-Stiftung deshalb am Aufbau des „Kompetenzzentrums Nachbergbau“. Die zugehörige Stiftungsprofessur „Geoingenieurwesen und Nachbergbau“ hat die RAG-Stiftung ins Leben gerufen.

EINE EINZIGARTIGE KULTUR ERHALTEN

Ab 2019 wird der aktive deutsche Steinkohlenbergbau nur noch in Erinnerungen präsent sein. Die Industriekultur ist dennoch fester Bestandteil in den Bergbaurevieren an Ruhr und Saar. Damit das auch zukünftig so bleibt, unterstützt die RAG-Stiftung Projekte zur Wahrung des Bergbau-Erbes. Im Saarland beteiligt sie sich beispielsweise an der Finanzierung der Ausstellung „Das Erbe – Ausstellung zum Bergbau im Saarland“, die Ende 2012 eröffnet wurde.