Landmarke Saar


Landmarke Duhamel: Entwurf Katja Pfeiffer und Oliver Sachse, Architekten, Berlin, Visualisierung: StudioAida, Wiesbaden, © BergbauErbeSaar e. V.

Am 30. Juni 2012 ist nach über 250 Jahren der Steinkohlenbergbau im Saarland zu Ende gegangen. Um das Erbe des Bergbaus und der Bergleute in der Region zu wahren, hat sich im Juni 2011 der Förderverein BergbauErbeSaar e. V. gegründet.

Als erstes großes Projekt wird der Verein auf der Halde Duhamel eine Landmarke, das „Saarpolygon“, errichten. Das Bauwerk wurde in einem internationalen Ideenwettbewerb ausgewählt. Die Berliner Architekten Katja Pfeiffer und Oliver Sachse haben sich mit ihrem Entwurf gegen rund 150 Bewerber durchgesetzt.

Die Landmarke ist 30 Meter hoch und wird auf der Halde Duhamel in Ensdorf errichtet, der mit 150 Meter höchsten des Saarlandes. Die Landmarke ist als begehbare Stahlkonstruktion konzipiert und verändert je nach Perspektive ihre Form. Damit symbolisiert sie den tiefgreifenden Wandel, den die saarländische Industrieregion mit dem endenden Bergbau aktuell durchlebt. Aus der Luft betrachtet zeigt die Skulptur die Form eines „Z“ und steht damit gleichzeitig für die Zukunft einer Region, die sich nun vom Bergbau ab- und neuen Perspektiven zuwendet. Ein besonderes Lichtkonzept ermöglicht die Betrachtung der Landmarke auch in völliger Dunkelheit.

Halde Duhamel in Ensdorf/Saar, © RAG-Archiv Saar

Nicht nur für die Bürger an der Saar, auch für Touristen soll die Landmarke ein Identifikations- und Haltepunkt sein, von dem man über das heutige Bergwerks-
gelände ins Saartal bis hin zur Grenze nach Rheinland-Pfalz und hinüber nach Frankreich blicken kann.

Der Bau der Landmarke wird noch 2012 beginnen und soll bis Mitte 2013 fertiggestellt sein. Neben der saarländischen Landesregierung und weiteren Spendern beteiligt sich die RAG-Stiftung mit einem größeren Betrag an der Finanzierung. Sie trägt mit dazu bei, dass die Halde  – wie in ähnlichen Projekten an der Ruhr – aufgrund der weithin sichtbaren Landmarke zu einer Stätte der Begegnung auch nach Beendigung des Bergbaus an der Saar werden kann.

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