Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben

Die privatrechtliche RAG-Stiftung versteht sich als Treuhänderin der öffentlichen Hand, um diese ab 2019 von den Kosten der Ewigkeitsaufgaben des Steinkohlenbergbaus der RAG freizustellen. Nach Berechnungen zum Jahresende 2012 benötigt die Stiftung hierfür ab 2019 ein Vermögen von rund 14,3 Milliarden Euro, um aus dessen Verzinsung die Ewigkeitsaufgaben finanzieren zu können. Ein ursprünglich im Jahr 2006 erstelltes Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte den Wert noch auf 8,4 Milliarden Euro beziffert. Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Kapitalerträge wegen des rückläufigen Niedrigzinsumfelds kalkulatorisch geringer sind.

Derzeit verfügt die RAG-Stiftung über rund 68 Prozent der Anteile an der Evonik Industries AG, einen Anteil an Vivawest von rund 1 Milliarde Euro sowie über Kapitalanlagen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro. Zusätzlich überträgt die RAG Aktiengesellschaft nach Auslaufen des subventionierten Steinkohlenbergbaus 2018 – wie im politischen Kohlekompromiss Anfang 2007 festgelegt – rund 1,6 Milliarden Euro auf die RAG-Stiftung.

 

Ausbau der Kapitalanlage

Die Mittel zur Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben ab 2019 wird die RAG-Stiftung durch Erträge aus ihrer Kapitalanlage und aus Dividenden ihrer Evonik-Beteiligung erlösen.

Sollte die RAG-Stiftung wider Erwarten irgendwann nicht mehr in der Lage sein, die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben dauerhaft zu sichern, stellen die Kohleländer NRW und Saarland sowie der Bund auf Grund ihrer Gewährleistung die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung.

Kontakt

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